Resend rebuilt Email Editor (März), async Python Support. Developer-first API gewinnt gegen SendGrid. Preise gestiegen – aber es lohnt sich.
Ein Neustart für den Email-API-Markt
Resend hat am 12. März seinen Email Editor komplett überarbeitet. Das ist nicht nur eine Versionserhöhung – es ist ein Statement: Resend will nicht nur API-Anbieter sein, sondern die komplette Email-Lösung für Developer bereitstellen.
Die traditionelle Konkurrenz – SendGrid, Mailgun, AWS SES – ist älter, komplexer, und immer noch auf eine hybriden Ansatz fokussiert: etwas für Developer, etwas für Marketing. Resend macht das anders. Der neue Editor ist komponenten-basiert und lädt Teile lazily. Das bedeutet: Agenturen können Templates schneller iterieren.
Python Support und Async Workflows
Die neue Async-Unterstützung für das Python SDK ist ein direktes Statement an die Python-Community. Mit async/await können Entwickler Emails senden, ohne den Request zu blocken. Das ist kritisch für:
- Hochperformante APIs mit vielen parallelen Email-Versänden
- KI-Agent-Workflows, die asynchron reagieren
- Webhook-Handler, die schnell zurück sein müssen
Für Schweizer Agenturen, die Python-basierte Systeme bauen (Django, FastAPI, etc.), bedeutet das konkret: Bessere Skalierbarkeit, ohne komplexe Message Queues einbauen zu müssen.
Preisstruktur: Transparent, aber gestiegen
Resend hat die Preise auf dem Scale-Tier verdoppelt. Das ist ehrlich kommuniziert worden. Aber hier ist der Trick: Die Konkurrenz ist immer noch teurer. SendGrid verrechnet für ähnliche Workloads mehr – nicht nur in der API, sondern auch durch versteckte Gebühren für Features wie Rate-Limiting und Webhook-Retries.
Resend hat alles eingebaut. Die Preiserhöhung ist also ein Zeichen von Wert, nicht von Willkür.
Markttrends: SendGrid stagniert
SendGrid ist von Twilio übernommen worden und wird zunehmend zu einer Legacy-Plattform. Die Innovation stagniert. Mailgun ist technisch gut, aber teuer und undurchsichtig. Resend dagegen:
- Baut aktiv Features basierend auf Developer-Feedback
- Hält die API minimal und sauber
- Hat eine deutschsprachige Community in Europa
Das ist genau das Profil, das Schweizer Agenturen lieben.
Integrationen und Öko-System
Der neue Editor kommt auch mit besseren Integrationen. Resend hat Partnerschaften mit Vercel, Supabase und anderen Framework-Anbietern gepflegt. Das bedeutet: Schweizer Agenturen können Email direkt in ihre bestehenden Stacks integrieren – ohne Umwege.
Ein Beispiel: Eine Next.js-App mit Supabase-Backend. Mit Resend kann man in wenigen Zeilen transaktionale Emails senden, ohne extra Services einzubauen.
Fazit: Ein klares Umdenken in der Email-Welt
Resend ist nicht perfekt. Grosse Massenmail-Kampagnen sind bei spezialisierten Plattformen (Brevo, Klaviyo) besser aufgehoben. Aber für Transaktions-Emails, Onboarding-Sequenzen und Developer-freundliche Lösungen ist Resend jetzt das Standard-Playbook.
Schweizer Agenturen sollten ihre bestehenden SendGrid-Integrationen überprüfen. Wenn Kosten senken und Developer-Experience verbessern beides Ziele sind, ist Migration zu Resend lohnend. Die neue Python-Async-Unterstützung macht es einfacher denn je.