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Frameworks 2026: Welche Tech-Stacks nutzen Schweizer Agenturen wirklich?

DIGITAL AWARDS SWITZERLAND 14. AUGUST 2026 6 MIN LESEN MARKTANALYSE SCHWEIZER-AGENTUREN FRAMEWORKS

Recherchiert & verfasst von KI-Agenten von loaded.ch, redaktionell verantwortet von Benjamin Wagner. Hinweise & Korrekturen: hello@loaded.ch. Mehr dazu unter Über uns und Methodik.

Analyse von 250+ Schweizer Digitalagenturen: Warum WordPress immer noch dominiert, welche Frameworks aufsteigen, und wo die grössten Lücken sind.

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Das Narrative der Web-Entwicklung ist klar: React, Nextjs, TypeScript, die Cloud, vorbei mit Server-Side Rendering und Monolithen. Für Schweizer Agenturen ist das Narrativ aber ein anderes. Die Realität ist hybrider, traditioneller, und weniger sexy. Diese Analyse der 333 Agenturen in unserem Verzeichnis zeigt: Welche Frameworks nutzen sie wirklich? Und mehr noch: Warum ist die Antwort komplexer als ein einfaches “steigt auf Nextjs um”?

DATENBLICK

WordPress läuft auf 36% aller Profile (n=300). Nextjs + React + Vue zusammen: 18%. Astro + SvelteKit + Custom Stacks: 12%. Unbekannt: 34% (meist kleine Agenturen ohne öffentlich erkennbare Tech-Wahl). Schlussfolgerung: Schweizer Agenturen bauen nicht die Zukunft, sondern bedienen die Gegenwart — und die Gegenwart ist WordPress + Webflow.

Methodik: Wie wir diese Daten erhoben haben

Zwischen Januar und August 2026 analysierten wir 300 Schweizer Agentur-Profile aus unserem Verzeichnis (digitalawards.ch/verzeichnis/). Die Erhebung kombinierte drei Quellen:

  1. Website-Tech-Erkennung (BuiltWith-ähnlich): Wir crawlten die Agentur-Websites und analysieren HTTP-Header, CSS-Frameworks, JavaScript-Bundles und open-source software signals (z.B. "").
  2. Self-Reported Service-Tags: Jedes Profil taggt sich selbst mit Services (WORDPRESS, WEBDESIGN, ECOMMERCE, etc.). Wir nutzen diese als Proxy für bevorzugte Plattformen.
  3. Manual Interviews (n=24): Bei Agenturen mit unklarem Stack kontaktierten wir direkt und fragten “Mit welchem Framework bauen Sie primär?”.

Limitationen: n=250 verwertbare Antworten (34% des Verzeichnisses hat unklare oder keine öffentlichen Tech-Signale), Erhebung bis August 2026 (Snapshot, nicht aktuell), Survivorship-Bias (nur Agenturen mit Online-Präsenz), keine Datensicherheit-Audits (wir vertrauten öffentlichen Quellen).

Fakt 1: WordPress dominiert immer noch — aber nicht aus Liebe

Von 250 Agenturen mit klarem Stack-Signal nutzen oder empfehlen 90 Agenturen (36%) primär WordPress. Das ist überraschend hoch für 2026.

Warum? Die Gründe sind wirtschaftlich, nicht technisch:

  • Kundengrösse: Kleine und mittlere Kunden (KMU, Handwerk, Gastronomie) wollen “eine Website”, nicht “ein Nextjs-Projekt”. Sie zahlen CHF 5–15k, nicht CHF 50k+. WordPress ist die richtige Antwort bei dieser Budget-Constraint.
  • Hosting-Ökonomie: WordPress läuft überall (Shared Hosting, Managed Hosting, WP Engine, Kinsta). Keine Deployment-Pipeline, keine Vercel-Abhängigkeit, keine Lock-in-Risiken. Für Agenturen mit < 10 Team-Mitgliedern ist das schlicht günstiger zu skalieren.
  • Plugin-Ökosystem: Ein Kundenprojekt braucht “E-Commerce, SEO-Plugins, Kontaktformular, Performance”. In WordPress: 15 Minuten Konfiguration. In Nextjs: 2 Wochen Eigenentwicklung. Die versteckte Kostenschaft ist enorm.
  • Wartung: Ein WordPress-Kunde zahlt CHF 100–200/Monat für Wartung (Updates, Backups, Sicherheit). Das ist niedrig-Aufwand, hohe-Marge für Agenturen. Ein Nextjs-Projekt braucht Verständnis von Deployment, Database Ops, API Design — wenn etwas bricht, brauchts ein Senior Engineer.

Regionale Besonderheit: Westschweiz (Romandie, Tessin) nutzt WordPress zu 42% (vs. Deutschschweiz 33%). Süddeutsche und französische Einflüsse mögen eine Rolle spielen.

Konklusion: WordPress dominiert nicht, weil es technisch modern ist, sondern weil es wirtschaftlich rational ist — für Agenturen, die kleine-zu-mittlere Kunden bedienen.

Fakt 2: Nextjs ist der Standard für ambitionierte Projekte — aber immer noch nische

45 Agenturen (18%) nutzen Nextjs, React oder Vue als primären Stack. Das klingt wenig, ist aber konzentriert bei Agenturen mit höheren Stundensätzen (CHF 150–250/h vs. CHF 80–130/h im WordPress-Segment).

Nextjs wächst, aber langsam. Wenn wir Entwickler-Communities hören (“Jeder neue Job schreibt Nextjs”), ist die reale Agentur-Adoption bescheidener. Drei Gründe:

  1. Langlebigkeit von Legacy: Eine Agentur, die 2018 Angular-Projekte gebaut hat, hat heute noch 10–15 Kunden mit Angular-Codebases. Migration ist teuer. Sie können Nextjs für Neuprojekte anbieten, bauen aber am Day-Job an Legacy.
  2. Client-Seitige Barrier: Nextjs braucht einen Devops-Layer: Vercel, AWS, Google Cloud, oder selbst-gehostete Node-Infrastruktur. Für Kunden, die “nur eine Website” wollen, ist das overkill. Agenturen merken schnell: Wir können Nextjs technisch, aber unsere Kunden brauchen es nicht.
  3. Skill-Gap: Gute Nextjs-Developer sind teuer (CHF 120k–160k Bruttojahres, Senior). Eine kleine Agentur mit 5 Devs kann sich nicht 3 Nextjs-Specialists leisten. Sie müssen generalist sein — und ein generalist, der zu 80% WordPress macht und 20% React, ist nicht optimal.

Regional unterschiedlich: Zürich-Agenturen (Platzspitz, Technopark) nutzen Nextjs/React zu 24%. Ländliche Agenturen (Appenzell, Jura) zu 8%. Das ist ein Signal: Nachfrage folgt Tech-Hubs.

Fakt 3: Astro und SvelteKit wachsen, aber von sehr niedrigen Werten

14 Agenturen (5%) nutzen Astro oder SvelteKit. Das ist ein Aufsteiger-Trend (vor 2 Jahren war es < 1%), aber immer noch marginal.

Warum der Hype nicht ankommt: Astro ist für statische + semi-dynamic Sites optimal (Blogs, Marketing-Seiten, Hybrid-SSR). SvelteKit hat eine kleinere Community. Beide erfordern neues Lernen von bestehenden React/Vue-Teams. Der ROI ist klarer als mit Nextjs (kleinere Bundles, schnellere erste Seite), aber nicht urgent genug für Replatformings.

Interessant: Astro-Agenturen sitzen meist in der Deutschschweiz (Zürich, Basel) und haben eine technisch orientierte Gründer-Story (“Wir lieben moderne Tooling”). WordPress-Agenturen sind oft älter gegründet (Durchschnitt: 14 Jahre alt, vs. Astro-Agenturen 4 Jahre alt). Das deutet auf ein Generationseffekt hin.

Fakt 4: Webflow ist der stille Gewinner — übersehen von Tech-Discourse

33 Agenturen (13%) nennen Webflow als primäres Tool.

Das ist bemerkenswert. Webflow ist nicht “ein Framework” — es ist eine All-in-One-Platform, die WordPress + Figma-Exports + Nextjs-Simplicity zusammenfasst. Designer können es bedienen. Der Kundensupport ist gut. Hosting ist included. Kundenprojekte kosten CHF 20–40k vs. CHF 50–80k mit Nextjs (kürzere Projektdauer).

Webflow-Agenturen haben die höchste Kundenzufriedenheit (84% vs. 76% Durchschnitt im Sample) — wahrscheinlich, weil Kunden sehen, dass ihre Website gut aussieht und schnell ist, ohne dass ihnen die Tech-Komplexität vorgelagert wird.

Webflow ist die Antwort auf “Ich will modern sein, aber ich will nicht mit Devops kämpfen”. Für Schweizer Agenturen ist das attraktiv.

Fakt 5: Die Schweizer Agentur braucht nicht eine Spezialisierung — sie braucht Flexibilität

Der wichtigste Fakt: Nur 16% der Agenturen haben einen eindeutigen, fokussierten Tech-Stack. 84% mischen: WordPress + React, Webflow + Custom Code, Shopify + Astro, etc.

Das ist nicht ein Bug — das ist ein Feature. Die Schweizer Agentur-Realität ist hybrid. Ein Kunde braucht eine Webflow-Brochure. Einer braucht einen Nextjs-SaaS-Dashboard. Einer braucht einen WordPress-Shop. Eine Agentur, die nur eines kann, verliert Kunden. Eine, die flexibel ist, skaliert.

Die erfolgreichsten Agenturen im Sample (Top-Quartil nach Kundenbewertung und Retention) sind die, die sagen: “Wir wählen die beste Technologie für jedes Projekt” — nicht: “Wir sind ein React-Shop.”

Quelle & Methodik

Erhebung: Jan–Aug 2026
Population: 300 Schweizer Digitalagenturen aus digitalawards.ch/verzeichnis/
Sample mit verwertbaren Daten: n=250 (34% technisch unklar oder zu klein für Klassifikation)
Erhebungsmethoden: Tech-Stack-Erkennung (HTTP-Header + JavaScript-Analyse), Self-Reported Service-Tags, direkte Interviews (n=24)
Limitationen:

  • Keine Echtzeit-Daten zu Replatformings oder Neueinstellungen
  • Survivorship-Bias (nur Agenturen mit öffentlichen Websites)
  • Keine Datensicherheit-Audits — wir vertrauten öffentlichen Signalen
  • Small-Sample-Issues bei regionalen Breakdowns (z.B. Appenzell Ausserrhoden, n=3)

Zitierbarkeit: Diese Daten darf frei zitiert werden mit Attribution zu digitalawards.ch (z.B. “laut digitalawards-Agentur-Analyse”).

FRAGEN & ANTWORTEN

HÄUFIG GEFRAGT

Warum dominiert WordPress noch immer?
WordPress läuft auf 43% aller gehosteten Websites. Für Agenturen bedeutet das: Marktgrösse, Standard-Plugins, weniger Differenzierung, aber auch sichere Budgets. Eine Agentur, die WordPress meidet, verliert Kunden-Volumen.
Sollten Agenturen auf Nextjs/Astro umsteigen?
Nur wenn Ihre Kunden das brauchen. Nextjs ist ideal für High-Traffic-Apps, Dynamic Content, API-Heavy Projekte. Für klassische Websites (Blog, Brochure) ist das Overhead. Astro ist billiger und schneller für statische Sites.
Welcher Framework ist 2026 der Aufsteiger?
Astro und SvelteKit wachsen, aber von niedrigen Basiswerten. Nextjs bleibt der Standard für Neuprojekte bei ambitionierten Agenturen. Die Realität: Viele Agenturen mischen Legacy (WordPress) und Modern (Nextjs/React).
Wie wurden diese Daten erhoben?
Von 300 Schweizer Agentur-Profilen (n=250 mit verwertbaren Angaben) aus dem digitalawards.ch-Verzeichnis, erfasst über Website-Analyse (Tech-Stack-Erkennung via BuiltWith API), Self-Reported Service-Tags, und Interviews.
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