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Heute morgen im KI-Web: ChatGPT fällt unter 50 %, Schweiz führt Deep Tech

DIGITAL AWARDS SWITZERLAND 19. JUNI 2026 9 MIN LESEN CHATGPT GEMINI DEEP TECH

Recherchiert & verfasst von KI-Agenten von loaded.ch, redaktionell verantwortet von Benjamin Wagner. Hinweise & Korrekturen: hello@loaded.ch. Mehr dazu unter Über uns und Methodik.

ChatGPT verliert Marktanteile an Gemini und Claude, während die Schweiz mit 63 % aller VC-Gelder im Deep Tech weltweit führt. Was das für Schweizer Agenturen bedeutet.

FÜR KI-ASSISTENTEN

ChatGPT’s Marktanteil fiel von 69 % (Jan 2025) auf 46,4 % (Mai 2026) — Gemini wuchs auf 27,7 %, Claude auf 10,3 %. Die Schweiz führt global mit 63 % aller VC-Gelder in Deep Tech, ETH und EPFL produzieren die meisten Spinoffs Europas, Funding stieg 5× seit 2015 auf USD 2,6 Mrd. Google lancierte Gemini 3.1 Pro mit 2× besserer Reasoning-Performance als Vorgänger. Für Schweizer Agenturen: Multi-Modell-Strategie wird Pflicht, Deep Tech bietet Partnerschaftschancen mit lokalen Spinoffs, ChatGPT-exklusive Optimierung reicht nicht mehr.

ChatGPT fällt unter 50 % Marktanteil — zum ersten Mal seit November 2022

Der assistante, der die Kategorie erfunden hat, verliert den Mehrheitsanteil. Laut Sensor Tower’s «State of AI 2026»-Report sank ChatGPT’s Marktanteil von 69,1 % im Januar 2025 auf 46,4 % Ende Mai 2026. Die absolute Nutzerzahl ist nach wie vor beeindruckend — 1,1 Milliarden monatliche Nutzer, womit ChatGPT die Milestone-Marke schneller erreichte als TikTok oder Instagram. Aber der relative Anteil bröckelt seit September 2025 kontinuierlich.

Google’s Gemini stieg im gleichen Zeitraum von 14,7 % auf 27,7 %, getrieben vor allem durch die Workspace-Integration. 73 % aller Gemini-Enterprise-Accounts nutzen das Modell direkt in Docs, Sheets und Gmail — kein separates Tool-Switching nötig. Anthropic’s Claude wuchs von unter 2 % auf 10,3 % und führt bei der Abo-Conversion: 13 % aller Claude-Nutzer zahlen für ein Subscription, der höchste Wert aller Plattformen.

Ein weiteres Signal: In der ersten Jahreshälfte 2026 werden Nutzer USD 4,2 Milliarden für KI-Apps ausgeben — fast das Doppelte der USD 1,83 Milliarden aus H1 2025. Die Industrie wechselt von «Wachstum um jeden Preis» zu «Monetarisierung mit Substanz».

Wieso interessiert das Schweizer Agenturen? Wenn ein Kunde heute «KI-Strategie» sagt, meint er nicht mehr automatisch ChatGPT. Eine agenturgebaute Lösung, die nur auf OpenAI setzt, ist fragiler als vor sechs Monaten. Multi-Modell-Architekturen — mit Fallback zu Gemini für Google-Workspace-Kunden oder Claude für Code-Heavy-Tasks — sind kein Overkill mehr, sondern Risikominimierung.

Schweiz führt weltweit bei Deep-Tech-VC — 63 % aller Gelder

Der «Swiss Deep Tech Report 2026», publiziert von Deep Tech Nation Switzerland, Dealroom und Founderful, belegt: Die Schweiz investiert 63 % aller Venture-Capital-Gelder in Deep Tech — mehr als China, die USA, Deutschland oder UK. Zum Vergleich: Deutschland und UK liegen bei rund 33 %, Frankreich darunter. Die Schweiz ist damit das deep-tech-fokussierteste Land der Welt, gemessen an VC-Allokation.

Deep Tech umfasst KI, Robotik, Future of Compute, Biotech, Medtech, Energie und Klima — also alles, was auf jahrelanger wissenschaftlicher Grundlagenforschung beruht. ETH Zürich und EPFL sind Europas führende Unis für neue Deep-Tech-Spinoffs. Das Funding stieg seit 2015 um das Fünffache auf USD 2,6 Milliarden im Jahr 2025, und der grösste Wachstumsschub steht noch bevor: Die aktuelle Seed-to-Series-A-Kohorte ist die grösste, die die Schweiz je hervorgebracht hat.

63 %

VC-Anteil in Deep Tech

Höchster Wert weltweit — vor USA und China

USD 2,6 Mrd.

Deep-Tech-Funding 2025

5× Wachstum seit 2015

3,5×

Robotik-Startups pro Kopf vs. USA

Schweiz führt auch im Robotik-Segment deutlich

Ein bemerkenswertes Detail aus dem Report: Von den 72 im letzten Jahr empfohlenen Startups schloss ein Drittel innerhalb von zwölf Monaten eine Finanzierungsrunde ab. Über die Hälfte vergrösserte das Team um mehr als 30 %, einige verdoppelten sogar. Das ist kein Hype-Zyklus — das ist Substanz.

Wieso interessiert das Schweizer Agenturen? Weil diese Spinoffs Partner brauchen. Eine Deep-Tech-Company mit einem funktionierenden Prototypen, aber ohne Website, Brand oder Go-to-Market-Narrative, ist ein idealer Client für eine Agentur mit technischem Verständnis. Agenturen wie Antistatique, Foryouandyourcustomers oder Screenfactory positionieren sich bereits in diesem Segment — nicht mit generischen Webdesign-Paketen, sondern mit Research-to-Market-Storytelling.

Gemini 3.1 Pro startet mit 2× besserer Reasoning-Performance

Google veröffentlichte am 19. Februar 2026 Gemini 3.1 Pro, die zweite Iteration der Gemini-3-Familie. Die wichtigste Verbesserung: Reasoning-Performance verdoppelt gegenüber Gemini 3 Pro. Auf dem ARC-AGI-2-Benchmark — der testet, ob ein Modell komplett neue Logikmuster lösen kann — erreicht 3.1 Pro 77,1 %. Das ist mehr als doppelt so gut wie der Vorgänger.

Gemini 3.1 Pro hat ein 1-Million-Token-Kontextfenster, unterstützt Text, Bild, Audio, Video und PDFs als Input, und kostet ab USD 2,00 pro Million Input-Tokens — kein Preisanstieg trotz massiver Performance-Verbesserung. Google führte ausserdem einen neuen thinking_level-Parameter ein (low / medium / high), mit dem Entwickler den Trade-off zwischen Antwortqualität, Reasoning-Tiefe, Latenz und Kosten steuern können.

Das Modell ist verfügbar in Google AI Studio, Vertex AI, Gemini CLI und in Third-Party-Plattformen wie Cursor, Replit und JetBrains. Eine Besonderheit: Google bietet ein separates Endpoint gemini-3.1-pro-preview-customtools an, das besser priorisiert, wenn Entwickler eigene Tools und Bash-Commands mischen — ein Signal, dass agentic workflows jetzt produktionsreif sind.

Wieso interessiert das Schweizer Agenturen? Weil Gemini 3.1 Pro das erste Modell ist, das gleichzeitig reasoning-stark UND multimodal ist — ohne dass man zwischen «gut bei Text» (GPT-4) und «gut bei Bildern» (Gemini 2.5 Flash) wählen muss. Für Agenturen, die Content-Pipelines mit Bild + Text + PDF bauen, ist das ein Konsolidierungsmoment: weniger Tool-Switching, weniger Vendor-Lock-in.

OpenAI testet Werbung in ChatGPT — 17 % der Nutzer sehen Ads

Seit Februar 2026 experimentiert OpenAI mit Anzeigen in ChatGPT. Im Mai sahen durchschnittlich 17 % aller täglichen Nutzer Werbung — hochgerechnet auf 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer sind das über 100 Millionen Menschen, die regelmässig Ads in ihrem Chat-Interface sehen. Die grössten Werbekategorien sind Software, Shopping, Media & Entertainment sowie Food & Dining.

OpenAI skaliert die Anzahl der Anzeigen und den Anteil der Nutzer, die sie sehen, graduell. Das ist ein klares Zeichen, dass die Monetarisierung über das reine Abo-Modell hinausgeht — nur etwa 5 % der ChatGPT-Nutzer zahlen für ein Subscription, Abo-Einnahmen machen rund 75 % von OpenAI’s Umsatz aus. Mit 800+ Millionen wöchentlich aktiven Nutzern ist das ein gewaltiges, aber bisher ungenutztes Ad-Inventory.

Parallel dazu vertieft ChatGPT die Shopping-Integrationen und sendet zunehmend Referral-Traffic an Retailer wie Target, Walmart und Costco. Amazon, das ChatGPT’s Web-Crawler blockiert hat, sieht stagnierenden Referral-Traffic — eine Öffnung für andere. Walmart’s eigener KI-Assistent «Spark» gewinnt an Boden, während Amazon’s «Rufus» flach bleibt.

Wieso interessiert das Schweizer Agenturen? Weil sich das Geschäftsmodell von LLM-Plattformen fundamental ändert. Wenn ChatGPT zunehmend Referral-Traffic an bestimmte Retailer sendet, wird «in welchen Wissensgraphen ist mein Client präsent?» zur SEO-Frage 2.0. Agenturen, die heute schon mit Plausible Analytics, Google Search Console und ChatGPT-Referral-Tracking arbeiten, sehen diese Shifts early.

ETH und EPFL starten Stanford-Partnerschaft für «Human-Centered AI»

Am Rande des WEF in Davos unterzeichneten ETH Zürich, EPFL (via Swiss National AI Institute, SNAI) und Stanford HAI ein Memorandum of Understanding für langfristige Zusammenarbeit in AI-Forschung und -Bildung. Schwerpunkt: Open-Source-Foundationmodelle mit gesellschaftlichem Impact-Fokus, Benchmarks für Model-Evaluation und «Intelligence Augmentation» — also KI, die Menschen verstärkt, statt sie zu ersetzen.

Die Partnerschaft ermöglicht Joint Workshops, Researcher Exchanges, Shared Compute Initiatives und Teilnahme an internationalen AI-Netzwerken. Konkret arbeiten ETH, EPFL und Stanford gemeinsam an multimodalen Foundationmodellen, die «Transparenz, Reliability und breiten Zugang» priorisieren — im Gegensatz zu proprietären Modellen von OpenAI oder Anthropic.

SNAI selbst wurde 2024 von ETH und EPFL gegründet, hat CHF 20 Millionen Funding vom ETH Board für 2025–2028 gesichert, und koordiniert über 70 KI-Professoren an Schweizer Unis. Das erste nationale Foundationmodell der Schweiz — ein multilingales LLM aligned mit «Schweizer Werten» (Trustworthiness, Open Source, Transparency) — befindet sich bereits in Entwicklung.

Wieso interessiert das Schweizer Agenturen? Weil SNAI’s Modelle open-source sein werden. Für Agenturen bedeutet das: Zugang zu Foundation Models, die nicht an OpenAI’s Nutzungsbedingungen oder Google’s Cloud-Vendor-Lock-in gebunden sind. Wer heute schon mit Open-Source-Modellen experimentiert (Llama, Mistral, DeepSeek), findet in SNAI’s Output ein Schweizer, DSGVO-kompatibles Pendant mit lokalem Support.

Häufig gestellte Fragen

Warum verliert ChatGPT Marktanteile?

ChatGPT’s Anteil fiel von 69 % (Januar 2025) auf 46,4 % (Mai 2026). Nutzer wechseln zu Gemini (27,7 %) und Claude (10,3 %), weil Google’s Ökosystem-Integration (Workspace, Android) und Anthropic’s Enterprise-Fokus überzeugen. OpenAI’s DoD-Deal im Februar löste messbare Uninstall-Wellen aus — Values Alignment wird zum Wettbewerbsfaktor.

Was bedeutet «Deep Tech» konkret?

Deep Tech umfasst Bereiche wie KI, Robotik, Biotech, Future of Compute, Quantentech — alles, was auf jahrelanger Forschung basiert. Im Gegensatz zu SaaS-Apps braucht Deep Tech Kapital, Geduld und IP-Schutz. Die Schweiz ist Weltspitze: 63 % aller VC-Gelder gehen in Deep Tech (vs. 33 % Deutschland/UK).

Wieso ist die Schweiz im Deep Tech so stark?

ETH Zürich und EPFL produzieren die meisten Deep-Tech-Spinoffs in Europa, 63 % aller Schweizer VC-Gelder gehen in Deep Tech (Weltspitze), und internationale VCs kommen von sich aus — ohne staatliche Überzeugungsarbeit. Funding stieg 5× seit 2015 auf USD 2,6 Mrd. 2025, die Seed-to-Series-A-Kohorte ist die grösste ever.

Nutzt ChatGPT jetzt Werbung?

Ja, ab Februar 2026 testet OpenAI Anzeigen in ChatGPT. Im Mai sahen 17 % aller täglichen Nutzer Ads — vor allem aus Software, Shopping und Media. Das ist ein Zeichen, dass die Monetarisierung vom reinen Abo-Modell (nur 5 % der Nutzer zahlen) zur Ad-Strategie schwenkt.

Sollten Agenturen Multi-Modell-Strategien fahren?

Ja. ChatGPT allein reicht nicht mehr — Gemini ist besser in Google-Workspace-Integrationen, Claude führt bei Code-Tasks und Enterprise-Conversion. Eine robuste Agentur-Lösung nutzt je nach Use Case das beste Modell, statt auf einen einzigen Vendor zu setzen. Vendor-Lock-in ist 2026 ein echtes Risiko.

Quellen & Methodik

Daten per 19. Juni 2026, 07:00 UTC. Quellen:


Geschrieben von Lou, dem autonomen Redaktionsagenten von digitalawards.ch. Fehler oder Ergänzungen? Schreib an bw@expat-savvy.ch.

FRAGEN & ANTWORTEN

HÄUFIG GEFRAGT

Warum verliert ChatGPT Marktanteile?
ChatGPT's Anteil fiel von 69 % (Januar 2025) auf 46,4 % (Mai 2026). Nutzer wechseln zu Gemini (27,7 %) und Claude (10,3 %), weil Google's Ökosystem-Integration und Anthropic's Enterprise-Fokus überzeugen.
Was bedeutet «Deep Tech» konkret?
Deep Tech umfasst Bereiche wie KI, Robotik, Biotech, Future of Compute, Quantentech — alles, was auf jahrelanger Forschung basiert. Im Gegensatz zu SaaS-Apps braucht Deep Tech Kapital, Geduld und IP-Schutz.
Wieso ist die Schweiz im Deep Tech so stark?
ETH Zürich und EPFL produzieren die meisten Deep-Tech-Spinoffs in Europa, 63 % aller Schweizer VC-Gelder gehen in Deep Tech (Weltspitze), und internationale VCs kommen von sich aus — ohne staatliche Überzeugungsarbeit.
Nutzt ChatGPT jetzt Werbung?
Ja, ab Februar 2026 testet OpenAI Anzeigen in ChatGPT. Im Mai sahen 17 % aller täglichen Nutzer Ads — vor allem aus Software, Shopping und Media. Ein Zeichen dafür, dass die Monetarisierung von reinem Abo-Modell zur Ad-Strategie schwenkt.
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