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Heute morgen im KI-Web: ChatGPT verliert Mehrheit, Schweiz führt Deep Tech

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Recherchiert & verfasst von KI-Agenten von loaded.ch, redaktionell verantwortet von Benjamin Wagner. Hinweise & Korrekturen: hello@loaded.ch. Mehr dazu unter Über uns und Methodik.

ChatGPT fällt unter 50 % Marktanteil, Claude Opus 4.8 bringt dynamische Workflows, Gemini Omni startet Video-Generation — und die Schweiz hat weltweit die höchste KI-Forscherdichte.

Die Schweiz führt Deep Tech — und KI-Dichte weltweit

Während alle auf Silicon Valley schauen, produziert die Schweiz still die höchste Konzentration an KI-Forschern pro Kopf — doppelt so viele wie USA oder UK. Der Swiss Deep Tech Report 2026, diese Woche an der VivaTech in Paris vorgestellt, zeigt: 63 % aller Schweizer Venture-Capital-Investitionen fliessen in Deep Tech, die weltweit höchste Quote. China liegt bei 56 %, die USA bei 54 %.

CHF 2,6 Mrd.

Deep-Tech-Investitionen 2025

Fünffacher Anstieg seit 2015, Rekordniveau erreicht.

63 %

Anteil Deep Tech am VC-Total

Weltweit höchste Quote, vor China (56 %) und USA (54 %).

KI-Forscherdichte vs. USA/UK

Höchste Konzentration global, getrieben durch ETH/EPFL.

Für Agenturen wie MindNow (Zurich, KI-Consulting) bedeutet das direkten Zugang zu Forschern, die an der Spitze arbeiten. Apertus, das Schweizer Open-Source-LLM, hat seit September 2025 über 1 Million Downloads erreicht. 2026 fokussiert das Team auf Nutzer-Features und ein komplettes Ökosystem. “Zum ersten Mal ist KI wirklich offen, von Trainingsskripten bis zu jedem Token”, sagt Thilo Stadelmann, Professor für KI an der ZHAW.

Wieso das Schweizer Agenturen interessiert: Lokale Talentdichte bedeutet frühe Partnerschaften mit ETH/EPFL-Spin-offs, Zugang zu Apertus-basierten Tools für Klienten mit Datenschutz-Priorität, und die Möglichkeit, Deep-Tech-Projekte lokal zu pitchen statt in San Francisco.

ChatGPT fällt unter 50 % — aber nicht wegen Schwäche

ChatGPT bleibt die Nr. 1. Mit 1,1 Milliarden monatlich aktiven Nutzern ist es die am schnellsten wachsende App aller Zeiten (schneller als TikTok, YouTube, Instagram). Aber laut Sensor Tower’s State of AI 2026 Report ist der globale Marktanteil im Mai 2026 erstmals unter 50 % gefallen: 46,4 %, runter von Mehrheit im Januar.

Gemini steht bei 27,7 % (662 Millionen Nutzer), Claude bei 10,3 % (245 Millionen Nutzer). In der Schweiz sind die Zahlen ähnlich, in den USA ist Claudes Aufstieg dramatischer: von 5 % im Dezember 2025 auf 14 % im Mai 2026.

Warum wechseln Nutzer?

Sensor Tower identifiziert drei Faktoren:

  1. Ökosystem-Lock-in: Gemini ist nativ in Android und Google Workspace integriert. Nutzer, die Gmail, Calendar und Docs verwenden, landen automatisch bei Gemini, ohne bewusste Wahl.

  2. Wertorientierte Migration: Nach OpenAIs Deal mit dem US-Verteidigungsministerium im Februar 2026 stiegen ChatGPT-Deinstallationen um 200 % über Durchschnitt. Viele wechselten zu Claude, das im März 2026 täglich mehr Downloads verzeichnete als ChatGPT.

  3. Werbung: ChatGPT zeigt seit Februar 2026 Ads für ~17 % der Nutzer. Die Churn-Rate stieg von 12,7 % (Januar) auf 14,5 % (April).

⚠ KLIENTEN-FRAGE 2026

"Welches AI sollen wir nutzen?" ist jetzt nuanciert. ChatGPT hat das breiteste Plugin-Ökosystem, Gemini die beste Google-Integration, Claude die höchste Bezahl-Conversion (13 % vs. 7 % bei ChatGPT) und beste Performance für lange Kontexte. Für Schweizer Klienten mit DSG-Anforderungen: Apertus oder EU-basierte Deployments prüfen.

Wieso das Schweizer Agenturen interessiert: Klienten werden 2026 häufiger fragen, “welches AI?” statt anzunehmen, dass ChatGPT die Standardantwort ist. Agenturen, die Modellauswahl strategisch beraten (Use Case, Datenschutz, Werteprofil), positionieren sich als Partner statt Dienstleister.

Claude Opus 4.8: Dynamische Workflows für Enterprise-Codebasen

Anthropic hat gestern Claude Opus 4.8 ausgerollt — gleicher Preis wie 4.7 (5 USD/Million Input-Tokens, 25 USD/Million Output), aber mit einer neuen Killer-Feature: dynamische Workflows in Claude Code.

Was das bedeutet: Claude kann jetzt hunderte parallele Subagenten in einer Session ausführen. Es plant die Arbeit, startet Subagenten für Teilaufgaben, verifiziert Outputs und meldet zurück. Beispiel: Eine Codebase-Migration über hunderttausende Zeilen Code, von Kickoff bis Merge, mit bestehenden Test Suites als Qualitätsbalken — alles in einer Session.

Für Agenturen wie Hinderling Volkart (Zurich, Strategie + Technologie), die Enterprise-Klienten betreuen, ist das transformativ. Was früher 2-3 Wochen Sprint-Arbeit war (z.B. React 17 → 18 Migration über 300 Komponenten), läuft jetzt als orchestrierter Agent-Workflow über Nacht.

Weitere Opus 4.8-Updates:

  • Effort Control: Nutzer können wählen, wie viel “Anstrengung” Claude in eine Antwort stecken soll (schnell vs. gründlich).
  • Fast Mode: 2,5× schneller, aber 3× billiger als bei vorherigen Modellen (10 USD/Million Input, 50 USD/Million Output).
  • Claude for Chrome: Jetzt für alle Max-Nutzer verfügbar, lässt Claude über Browser-Tabs arbeiten.
  • Claude for Excel: Beta-Zugang für Max, Team und Enterprise erweitert.

Wieso das Schweizer Agenturen interessiert: Enterprise-Agenturen, die Code-Migrations-Projekte pitchen, können jetzt mit Opus 4.8 “wir migrieren Ihre Codebase in 3 Tagen statt 3 Wochen” versprechen — und das tatsächlich liefern.

Gemini Omni: Video-Generation direkt in YouTube Shorts

Google hat bei IO 2026 Gemini Omni vorgestellt — ein multimodales Modell, das Text, Audio, Bilder und Video zu kohärenten Videos kombiniert. Beispiel-Prompt: “Claymation-Erklärvideo über Proteinfaltung.” Gemini Omni generiert es.

Das Modell ist ab jetzt in Google Flow (der Gemini-Produktions-Suite) und YouTube Shorts verfügbar. Für Google AI-Abonnenten ist Video-Generation nativ integriert, mit SynthID-Wasserzeichen und C2PA-Verifikation.

Agenturen wie Webgarten (Bern, Webentwicklung + Design) können jetzt für Klienten testen: Kurze Explainer-Videos für Social Media, direkt aus Text-Prompts, mit YouTube-Distribution in einem Flow.

NEUE FEATURE: GEMINI SPARK

Google hat auch Gemini Spark angekündigt — einen 24/7 Cloud-Agenten, der im Hintergrund arbeitet, selbst wenn das Telefon gesperrt ist. Nutzer können Custom Workflows bauen. Spark ist in Testing, kommt nächste Woche für Google AI Ultra-Abonnenten. Das ist Googles Antwort auf Claudes agentic workflows.

Wieso das Schweizer Agenturen interessiert: Video-Content-Produktion war bisher teuer und zeitaufwändig. Gemini Omni senkt die Einstiegshürde für Klienten, die Social-Video testen wollen. Agenturen, die schnell Prototypen liefern (“hier sind 5 Varianten Ihres Explainer-Videos, wählen Sie eine”), gewinnen Pitches.

Was Schweizer Agenturen jetzt tun sollten

Die KI-Landschaft fragmentiert. Hier sind die konkreten Schritte:

  1. Modellauswahl-Framework entwickeln: Erstellt eine interne Entscheidungsmatrix für Klienten: Use Case (Code vs. Text vs. Video), Datenschutz (EU/CH vs. US), Budget, Werteprofil (Open Source vs. proprietär). Agenturen wie Bitforge (Basel, AI-Tools) bieten das bereits als Service an.

  2. Opus 4.8 dynamic workflows testen: Wenn ihr Enterprise-Klienten mit Legacy-Codebasen habt, pitcht eine Migration mit Claude Code. Der ROI ist messbar: 10× schneller als manuelle Arbeit.

  3. Gemini Omni für Video-Prototyping nutzen: Testet Video-Generation intern, baut 3-5 Beispiel-Videos für typische Klienten-Use-Cases (Produkterklärungen, Tutorials, Social Ads). Zeigt sie in Pitches.

  4. Apertus-Partnerschaften erkunden: Für Klienten mit DSG-Compliance-Anforderungen ist Apertus die lokale Alternative. Kontaktiert das Swiss AI Initiative-Team für Early Access zu neuen Features.

  5. Wertorientierte AI-Beratung anbieten: Klienten fragen 2026 häufiger “welches AI passt zu unseren Werten?” Agenturen, die das ernst nehmen (Open Source, Datenschutz, Nachhaltigkeit), differenzieren sich.

Quellen & Methodik

  • Sensor Tower, State of AI 2026 Report, veröffentlicht 17. Juni 2026
  • Swiss Deep Tech Report 2026, Deep Tech Nation Switzerland, VivaTech Paris, 17. Juni 2026
  • Anthropic, Claude Opus 4.8 Release Notes, 17. Juni 2026
  • Google IO 2026, Gemini Omni & Gemini Spark Announcements, 19. Mai 2026
  • TechCrunch, ChatGPT’s AI Assistant Market Share Falls Below 50%, 17. Juni 2026
  • Swissinfo.ch, Artificial intelligence in Switzerland: what’s new in 2026, 6. Januar 2026

Daten erfasst am 18. Juni 2026, 06:00 UTC.

FRAGEN & ANTWORTEN

HÄUFIG GEFRAGT

Warum verliert ChatGPT Marktanteile, obwohl die Nutzerzahlen steigen?
ChatGPT wächst weiterhin absolut (1,1 Milliarden monatliche Nutzer), aber Gemini und Claude wachsen schneller. Gemini profitiert von der Android-Integration, Claude von höherer Conversion zu bezahlten Abos (13 % vs. 7 % bei ChatGPT) und wertorientierter Nutzermigration.
Was sind dynamische Workflows in Claude Opus 4.8?
Eine neue Funktion in Claude Code, die hunderte parallele Subagenten in einer Session ausführt. Claude plant die Arbeit, führt Aufgaben parallel aus, verifiziert Outputs und meldet zurück — ideal für Codebase-Migrationen über hunderttausende Zeilen Code.
Wieso ist die Schweizer Deep-Tech-Position relevant für Agenturen?
Die Schweiz hat weltweit die höchste Dichte an KI-Forschern (2× USA/UK) und investiert 63 % des Venture Capitals in Deep Tech. Das bedeutet lokalen Zugang zu Spitzentalent, Apertus-Ökosystem und frühe Kooperationen mit ETH/EPFL-Spin-offs.
Welches AI-Modell sollten Schweizer Agenturen 2026 empfehlen?
Es gibt keine Einheitslösung mehr. ChatGPT hat das breiteste Ökosystem, Gemini die beste Google-Workspace-Integration, Claude die höchste Genauigkeit für lange Kontexte und Code-Arbeit. Die Wahl hängt vom Use Case, Datenschutzanforderungen und Werteprofil des Klienten ab.
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